"Das eine Auge des Fotografen schaut weit geöffnet durch den Sucher, das andere, das geschlossene, blickt in die eigene Seele."

Henri Cartier-Bresson

Der Begriff Motiv wird in der Fotografie häufig gebraucht. Gemeint ist damit zumeist das, was die Kamera auf Film oder digital abbildet. Darüber, ob es sich tatsächlich um ein Abbild handelt, lohnt es sich nachzudenken. Hier soll es jedoch um eine andere Bedeutung des Wortes gehen, und zwar um das Motiv im Sinne von Motivation.

Bei der Frage nach meiner Motivation möchte ich mir Gewissheit darüber verschaffen, was mich bei der Fotografie antreibt. 

  • Warum fotografiere ich überhaupt?
  • Warum wähle ich immer wieder gleichartige Motive?
  • Warum bevorzuge ich eine bestimmte Bildsprache (Stil)? 

Das (vorläufige) Ergebnis meines Nachdenkens ist, dass diese Entscheidungen mit meiner persönlichen Entwicklung und den gemachten Erfahrungen sowie mit den Einflüssen und Anregungen von anderen Fotografinnen und Fotografen zusammenhängen.  Deshalb habe ich diese Rubrik in die Bereiche MEINE Fotografie und ANDERE unterteilt. 


Geplante Projekte


"Seriell denken und arbeiten"

empfehlen Heidi und Robert Mertens in ihrem Buch "Inspiration" (Bonn: Rheinwerk Verlag 2020) und schreiben dazu auf Seite 67:

"Viele Fotografen denken hauptsächlich in Einzelbildern - hier ein schönes Motiv, dort eine interessante Begegnung. Oft entstehen diese Aufnahmen ohne ein zusammenhängendes Bildkonzept und bleiben damit für sich - ihnen fehlt die gemeinsame Klammer, der 'rote Faden'. 

Bilder, die einem 'roten Faden' folgen, haben immer einen seriellen Charakter. Er zeigt sich in einem gemeinsamen Thema, einer besonderen Komposition, Bildsprache oder Dramaturgie.

Diese Merkmale bilden den roten Faden, der die Bilder einer Serie miteinander verbindet."

Besonders ausgeprägt ist der "rote Faden", den Heidi und Robert Mertens erwähnen, bei den Projekten. Sie sind auf einen längeren Zeitraum angelegt und ich arbeite regelmäßig, aber auch mit teilweise längeren Unterbrechungen an den Inhalten. Die Wahl der Projektthemen hängt gewiss mit meiner Biografie zusammen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

<<< Foto: Inge Mokros

 

Projekt RuhrAnsichten

Zur Zeit des ersten Lockdowns während der COVID 19 - Pandemie, als wir unsere geplanten (Foto-) Reisen absagen mussten, haben meine Frau und ich regelmäßig Fotoausflüge in die nähere Umgebung unseres Wohnorts Duisburg unternommen. Wir begannen mit Spaziergängen "vor unserer Haustür" und gelangten damit zwangsläufig an die Ruhr, die bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein fließt. Wie dehnten unsere Ausflüge immer mehr in Richtung Osten (Mülheim, Essen, Bochum) aus und mir kam die Idee, den kompletten Verlauf des ca. 220 km langen Flusses zu dokumentieren, der einer ganzen Region den Namen gegeben hat.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

<<< Duisburg, Fußgängerzone am 3. Oktober 2001

 

Projekt DUISBURG - Porträt einer Stadt 

Seit 2009 leben meine Frau und ich in Duisburg. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Als "Neubürger" wurden wir oft gefragt: "Waren Sie schon im Innenhafen?". Die Duisburger sind zu Recht stolz auf dieses "Innenstadtjuwel",  aber Duisburg hat sieben Stadtbezirke, die allesamt (auch fotografisch) viel zu bieten haben. Da lag der Gedanke an ein Landzeitporträt nah. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

<<< Am 14. April 2018 bei Xanten am Niederrhein

 

Projekt Niederrheinische Landschaft

Geboren wurde ich im Jahr 1954 in Uerdingen am Rhein. Meine Kindheit verbrachte ich in Linn. Beides sind Stadtteile von Krefeld. Zum Niederrhein habe ich deshalb eine besondere Beziehung. Bei dem Wort denke ich an Weiden und lesen, die ab und zu von kleinen Wäldchen unterbrochen werden. Auch der Blick in die weite Landschaft mit einzelnen großen Bauernhöfen gehört für mich dazu. Ein typischer Niederrheiner ist für mich Hanns Dieter Hüsch ("Man muss nur am Niederrhein aufgewachsen werden, alles andere ergibt sich von selbst."). Er hat die Texte zu zwei Bildbänden des Fotografen Norbert Schinner geschrieben. Die Fotos und die Texte haben mich sehr inspiriert. 

Hanns Dieter Hüsch/Norbert Schinner: Zuhause. Gedanken-Bilder vom Niederrhein, Duisburg: Mercator-Verlag, 3. Aufl. 1991.

Hanns Dieter Hüsch/Norbert Schinner: Sach ma nix. Unser Niederrhein - eine Reise in Geschichten und Bildern, Moers: Brendow-Verlag, 2. Aufl. 2001.


Fotografie in Zeiten der Pandemie


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Fotografie in Zeiten der Pandemie
Im April 2020, während des ersten "Lockdowns", habe ich diesen Text geschrieben. Er enthält sehr persönliche Aussagen, die über das hinausgehen, was zur Zeit der Covid-19-Pandemie im Hinblick auf meine Fotografie relevant war.
200404_Mokros_Fotografie_in_Zeiten_der_P
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Das Blitzlicht beleuchtet einen Gegenstand, der dadurch deutlich sichtbar wird. An dieser Stelle der Homepage veröffentliche ich von Zeit zu Zeit Gedanken, die mir im Zusammenhang mit meiner Fotografie "blitzartig" in den Sinn gekommen sind. Wenn ein neuer Gedankenblitz erscheint,  wandert der vorherige ins Archiv.


Blitzlicht


JPEG oder RAW?

Die heutigen Digitalkameras speichern Fotos im Format JPEG in hervorragender Qualität. Ich nutze die Möglichkeit, RAW und JPEG Dateien gleichzeitig zu speichern. Die JPEG Bilder nehme ich in schwarzweiß auf, so dass auch die Wiedergabe im Sucher schwarzweiß ist. Bei den Fuji Kameras wähle ich zusätzlich die Filmemulation Arcos. Meist bearbeite und behalte ich dann doch die RAW Dateien.

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Das rechte Foto wurde mit Silver Efex Pro in schwarzweiß umgewandelt und bearbeitet. Die problematische Lichtsituation (starkes Gegenlicht) meistert das Programm hervorragend. Aber "echter" ist das JPEG Foto links, denn so habe ich die Situation gesehen (der Hund gehört mir nicht, wollte aber offenbar unbedingt mit auf das Foto).

Die nachfolgenden Fotos habe ich am 29. März 2021 auf einem Spaziergang durch die Rheinaue Duisburg Friemersheim mit der Fuji XE-3 gemacht. Die JPEG sind unbearbeitet. Insider werden jetzt besser verstehen, warum ich mich von meiner Leica Monochrom verabschieden werden.

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