Friedhof der Sophiengemeinde (Berlin )


Im Januar 2019 waren meine Frau und ich drei Tage in Berlin, um uns dort einige Fotoausstellungen anzusehen. Mit der S-Bahn fuhren wir zum Bahnhof Bernauer Straße. An der dortigen Gedenkstätte Berliner Mauer bemerkten wir zufällig den Eingang zum Friedhof der Sophiengemeinde. Weil dort bedeutende Musiker bestattet sind, wird er auch Berliner Musikerfriedhof genannt. Weil wir zwar wegen der Fotografie, nicht aber zum Fotografieren in Berlin waren, hatte ich nur eine kleine Kompaktkamera (Panasonic LX 5) dabei, mit der ich die folgenden Fotos gemacht habe.


Friedhof Grunewald (Berlin)


Bei unserem Berlinaufenthalt im Januar 2019 haben wir im Hotel Kronprinz gewohnt. Ein Freund machte uns darauf aufmerksam, dass in unmittelbarer Nähe ein schöner Friedhof ist (Dank an Klaus Peter).  Er wurde 1991/92 für die Berliner Villenkolonie Grunewald angelegt (Wikipedia). 


Friedhof Sternbuschweg (Duisburg)


Der "Alte Friedhof" ist im Stadtteil Neudorf und entstand um 1870. Die Friedhofskapelle wurde 1874 fertiggestellt.  Auf dem Friedhof gibt es einige alte Grabmale. Besonders eindrucksvoll ist die Gruft der Familie Bönninger aus dem Jahr 1870.

 


Bornstedt (Potsdam)


Mein Frau und ich sind häufiger in Potsdam und übernachten dann in einem Hotel in Bornstedt. Das Dorf wurde 1935 nach Potsdam eingemeindet. Bemerkenswert ist neben dem Krongut Bornstedt die 1855/56 erbaute Kirche und vor allem der dazugehörige Friedhof. Die Potsdamer Fotografin Monika Schulz-Figuth hat 2015 Fotos vom Friedhof und einzelnen Grabmalen in dem schönen Buch "Im letzten Garten - Der Bornstedter Friedhof am Park Sanssouci" mit einem Text von Klaus Büstrin veröffentlicht. Dem Buch habe ich die folgenden Informationen entnommen.

Zum ersten Foto: "Der barocke Gedenkstein für Erdmuthe Wilhelmine Mahler (175?-1776) trägt eine weibliche Gestalt mit einem sanft gezeichneten Gesicht. Trauer ist angesagt, doch auch Nachdenklichkeit. Die sich auf eine stumpfe Säule Stützende hält in der linken Hand eine gesenkte Fackel. Das Stundenglas, der Flügel eines Vogels und der zerbrochene Ring vervollständigen die allegorischen Darstellungen des Todes. Das Medaillon zeigt das Porträt der Verstorbenen. Die Inschrift auf dem Sockel berichtet, dass sie die Ehefrau des Weinhändlers Johann David Mahler (1735-1799) war." (Büstrin, aaO., S. 26.) 

Zum zweiten und dritten Foto: Das Grabmal steht auf dem "Sello-Familienfriedhof". "Auch Emil Allaire (1797-1866, Geheimer Kabinettsrat und Chef des Zivilkabinetts des Königs, ist hier beigesetzt worden. Sein Grabmal ziert ein zum Himmel weisender Engel des Bildhauers Julius Franz (1824-1887)." (Büstrin, aaO., S. 46)

Das vierte Foto zeigt das Grabmal des königlichen Baumeister Ludwig Persius (1803-1845). "Nach einer Italien-Reise im Jahre 1845 erkrankte er an Typhus und starb am 12. Juli jenes Jahres. Auf dem Sello-Familienfriedhof - seine Frau Pauline Persius war eine geborene Sello - fand er seine letzte Ruhestätte. Das Grab schmückt eine Stele mit einer antiken Abschiedsszene, die von dem Architekten Friedrich August Stiller entworfen und von dem Bildhauer August Kim ausgeführt wurde." (Büstrin, aaO., S. 48)


OhlsDorf (HAMBURG )


Der Parkfriedhof in Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt. Die erste Fläche des Friedhofs wurde am 1. Juli 1877 eröffnet. "1879 erhält Wilhelm Cordes, seit zwei Jahren Bauleiter, das Amt des ersten Friedhofsverwalters. Ab 1898 ist er Friedhofsdirektor. 38 Jahre lang bestimmt er die Geschicke des Friedhofs. Seinem Ideal entsprechend schafft er einen romantischen Parkfriedhof, anknüpfend an den englischen Landschaftsgarten mit seinen der Natur nachgeformten Wegeführungen, Gewässerformen und Pflanzungen - bis heute Erholungsraum und Bestattungsfläche zugleich. Sein tief humanistisches Anliegen: Jeder Verstorbene soll im eigenen Grab in einem Paradiesgarten ruhen." 

Die Größe des Friedhofs ist beeindruckend: Fast 400 Hektar, mit über 300.000 Grabstellen, 16 Mausoleen, 12 Kapellen und drei Feierhallen. Auf dem Friedhofsgelände arbeiten acht Friedhofsgärtnereien, die auch für die Pflege des Parks mit seinen über 36.000 Bäumen und 15 Teichen zuständig sind.

Zitat und Zahlen aus: Hamburger Friedhöfe - Öffentlichkeitsarbeit (Hrsg.): Ohlsdorf - mehr als ein Friedhof. 125 Jahre Ohlsdorfer Friedhof, o. J.


Kirchhof Semlow (Mecklenburg-Vorpommern)


Am 22. Juni 2018 waren wir in Semlow, wo ich Innenaufnahmen in der dortigen Dorfkirche gemacht habe. Auf dem Kirchhof habe ich alte Grabmale und Grabkreuze fotografiert. Auf dem Grabstein mit dem Symbol der Schlange ist der Text aus der Offenbarung des Johannes, Kapitel 14, Vers 13 eingemeißelt: 


Selig sind die Toten, die in dem HERRN sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach.