Im Oktober 2017 habe ich mir beim Fotohändler meines Vertrauens Photo Preim in Aachen die digitale Mittelformatkamera Fuji GFX 50 S gekauft. Wenige Tage nach dem Kauf nahm ich mit meiner Frau Inge an einem Fotoworkshop mit Martin Timm auf Rügen teil. Obwohl ich die Kamera noch nicht kannte, fiel mir die Bedienung leicht. Das Konzept der Firma Fuji mit den Einstellrädern für ISO und Zeit ist genial. Inzwischen "verstehe" ich die Kamera immer besser. Sehr geholfen hat mir das Video von Fujifilm Canada. Den Hinweis bekam ich von einem GFX-Fotografen  im Fuji-X-Forum. Diese Forum ist für jeden Besitzer einer Fuji Kamera eine Fundgrube für nützliche Tipps.


Firmware Vers. 3


Im Februar 2018 hat Fujifilm die Firmware Vers. 3 für die GFX 50 S veröffentlicht. Dieses Update stellt einen neuen Kleinbildformat-Modus zur Verfügung, bei dem die aktive Sensorfläche auf einen 36,0 mm × 24,0 mm (30,5 Megapixel) großen Bereich in der Bildmitte begrenzt wird. Dadurch lassen sich Wechsel­objektive, deren Bildkreis dem Kleinbildformat entspricht, noch komfortabler nutzen. Auf Wunsch kann eine der Funktionstasten (Fn) der GFX 50S mit dieser Funktion belegt werden. Bei meinen an der GFX 50 S adaptierten Leitz Objektiven benötige ich die Funktion nicht, aber es ist reizvoll Fotos mit der jeweiligen für das Kleinbild berechneten Brennweite und einer Auflösung von 30,5 Megapixel machen zu können. Deshalb habe ich das Update installiert. 

Die Installation ist sehr einfach:

  1. Firmware von der Homepage von Fujifilm herunterladen und auf dem Computer speichern.
  2. Datei auf eine formatierte und leere Speicherkarte kopieren.
  3. SC-Karte in das 1. Speicherfach einsetzen.
  4. Die Taste "DISP BACK" gedrückt halten und die Kamera einschalten (Akku muss voll geladen sein).
  5. Die auf dem Display angezeigten Einstellungen mit "MENU OK" bestätigen.
  6. Kamera ausschalten.
  7. Vor der nächsten Verwendung nicht vergessen, die Speicherkarte zu formatieren.

FIRMWARE VER. 3.30


Im Dezember 2018 habe ich die aktuelle Firmware 3.30 aufgespielt. Nach den Angaben auf der Homepage von Fuji gibt es folgende Verbesserungen:

1. Kleinbildformat-Modus
Im Kleinbildformat-Modus wird nur eine 36,0 x 24,0 mm (30,5 Megapixel) große Fläche in der Mitte des Sensors zur Aufnahme verwendet. Bei Verwendung von Adaptern für Kleinbildformat-Objektive lässt sich die Bildgröße mithilfe der Funktion an den kleineren Bildkreis anpassen.
2. Verbesserte Reaktion des Augensensors
Die Umschaltzeit zwischen elektronischem Sucher und LCD wird reduziert, wenn in den Sucher-Einstellungen "Augensensor" gewählt wird.
3. Unterstützt das gleichzeitige Löschen von RAW- und JPEG-Dateien
Wenn RAW/JPEG in der Einstellung für den Speicherkartenslot (für Standbilder) ausgewählt ist, können RAW/JPEG-Bilder gleichzeitig gelöscht werden.
4. Unterstützt die Farbdarstellung für elektronischen Sucher und LC-Display
Die Farbdarstellung des elektronischen Suchers und des LC-Displays ist über das Menü einstellbar.


FIRmware Ver. 4.0


Im Juni 2020 veröffentlichte Fuji das Update 4.0 für alle GFX-Kameras. Es gibt folgende Verbesserungen:

  • Mit dem Firmware-Update stehen für die GFX Modelle weitere Filmsimulationen und Bildfunktionen zur Verfügung. So kann bei allen drei Kameras jetzt auch die Einstellung „CLASSIC Neg“ gewählt werden, um die Charakteristika von analogen Farb­negativfilmen nachzuahmen.
  • Die GFX 50S und GFX 50R erhalten die Filmsimulation „ETERNA“, die den Farb- und Tonwert-Eigenschaften des bekanntesten Cinema-Films von FUJIFILM nach­empfunden ist. In beiden Kameras steht darüber hinaus auch die Funktion „Haut-Effekt Weich“ zur Verfügung, mit der sich die Wiedergabe der Hauttöne bei Porträtaufnahmen optimieren lässt; bislang bot nur die GFX100 diese Funktion.
  • Alle drei GFX Kameramodelle verfügen mit dem Firmware-Update über einen verbesserten Gesichts- und Augen­erkennungs-Autofokus insbesondere bei Gruppen­aufnahmen, die nun einfacher sind als je zuvor. Außerdem gibt es bei Fokus-Belichtungsreihen eine neue Automatik-Funktion: Der Anwender legt Start- und Endfokusposition fest und wählt das Intervall zwischen den Aufnahmen. Die Kamera bestimmt dann automatisch die Anzahl der Belichtungen und den Schritt-Wert der Fokuseinstellung.