Leica Monochrom 246


Leica Monochrom 246 mit Summicron 2/50 mm
Leica Monochrom 246 mit Summicron 2/50 mm

Mit meiner Monochrom war ich sehr zufrieden, leider habe ich sie nur neun Monate genutzt. Als ich vor einer Reise den Sensor reinigen lassen wollte, stellte sich heraus, dass dieser erste Anzeichen für eine Sensor-Korrosion zeigte. Auch wenn die Beeinträchtigungen (noch) gering waren, schickte ich die Kamera nach Wetzlar Leica-Service. Eine Woche  später teilte man mir von dort lapidar mit, dass der Sensor ausgetauscht werden musste. Ob sich ein Techniker überhaupt den Sensor angesehen hat, kann ich nicht sagen.

Der Austausch des CCD-Sensors kostet 1.550.- €. Dafür erhält man eine generalüberholte Kamera mit einer einjährigen Garantiezeit zurück. Alternativ wurde mir die Inzahlungnahme meiner Kamera und die Lieferung einer fabrikneuen Monochrom 246 mit zweijähriger Werksgarantie angeboten. Das ist keinesfalls ein besonderes Entgegenkommen der Firma Leica, denn der Aufpreis war mehr als doppelt so hoch wie die angegebenen Reparaturkosten. Weil meine Frau und ich anlässlich des Photo-Festivals RAW für 14 Tage nach Worpswede reisen wollten und ich unbedingt mit der Monochrom fotografieren wollte, habe ich mich für das Upgrade entschieden.

Ausschlaggebend für den Wechsel zur Monochrom 246 waren weder die höhere Auflösung des Sensors noch der schnellere Prozessor im Vergleich zur Monochrom. Auch die Möglichkeit, noch höhere ISO-Werte einzustellen, war für mich nicht interessant.

Reizvoll war dagegen, dass die Monochrom 246 neben dem klassischen Messsucher auch "Live-View" ermöglicht. Das elektronische Bild sieht man auf dem Display oder im elektronischen Aufstecksucher.

Der elektronische Aufstecksucher Leica Visoflex EVF 2 hat eine Auflösung von 1,4 Megapixeln. Das ist im Vergleich zu der Auflösung moderner spiegelloser Systemkameras nicht viel, genügt aber für das präzise Scharfstellen bei geringer Schärfentiefe. Dazu tragen das "Live-View-Zoom", bei dem das Bild im Sucher auf bis zum 10-fachen vergrößert wird und das "Focus-Peking", das scharfe Konturen farbig hervorhebt, bei. Außerdem kann im Sucher oder auf dem Display auf Wunsch neben den Aufnahmeparametern ISO und Verschlusszeit eine elektronische Wasserwaage angezeigt werden, was insbesondere bei extremen Weitwinkelobjektiven sinnvoll ist.

Von meiner Leica M 240 hatte ich noch den (baugleichen) elektronischen Aufstecksucher von Olympus, den ich nun an der Monochrom 246 verwende. Manche Leica-Fotografen lehnen den elektronischen Aufstecksucher ab, weil er die Ästhetik des Gehäuses beeinträchtigt. Auch mir gefällt die Monochrom "oben ohne" besser, aber der elektronische Sucher erleichtert den Einsatz von von R-Objektiven sehr. Diese Objektive habe ich bisher an der M 240 und an der M 10 genutzt und kann sie jetzt Auch an der Monochrom 246 benutzen. 

Fotos mit der Monochrom 246