Summarit 1.5/50 mm


Gegen einen Aufpreis von 900.- €  habe ich beim Kauf der Leica Monochrom im Juni 2019 das Summarit, ein 2/90 mm Summicron und ein Voigtländer Super Wide-Heliar 4.5/15 mm bekommen. 

Anhand der Seriennummer und der Tabelle in dem Buch "Leica. Die ersten sechzig Jahre" von Gianni Rogliatti (2. Aufl. 1990) konnte ich feststellen, dass mein Objektiv 1952 gebaut wurde. Es ist also älter als ich.

 

<< Mein Summarit mit "Plexidose" (der Boden hat das Schraubgewinde 39 mm und ist somit der Rückdeckel für das Objektiv) und Sonnenblende, die aufgesteckt und mit einer kleinen Rändelschraube festgemacht wird.

Gianni Rogliatti  schreibt über das Objektiv: "1949 erschien das SUMMARIT 1:1,5/50 mm als eine Verbesserung des XENON in grundsätzlich gleicher Konstruktion (Siebenlinser R.M.), aber mit verbesserter Korrektur und Schärfeleistung bei voller Öffnung. Von diesem Objektiv wurden ca. 39000 Stück hergestellt - mit den Codes SOOIA in Schraubfassung und SOOIA-M in Bajonettfassung. Bildwinkel 46°, kleinste Blende 16, kürzeste Einstellentfernung 1 m. Die Weiterentwicklungen dieses Objektivs waren später das SUMMILUX 1:1,4/50 mm und das NOCTILUX der zweiten Version mit 1:1/50 mm."

Mein Objektiv hat kein M-Bajonett, sondern eine 39 mm Schraubfassung. Deshalb hatte ich den beigefügten Adapter angebracht. Die Enttäuschung war groß, als ich feststellen musste, dass der Bildrahmen für 50 mm nicht im Sucher eingeblendet wurde. Im Leica-Forum bekam ich den entscheidenden Tipp. Mein Adapter war für Bildrahmen 28 - 90 und ich brauchte den für 50 - 75. Als der gekauft und angebracht war, folgte der nächste Schock: auch bei gutem Zureden lies sich der Ring zur Entfernungseinstellung nicht bewegen. Die Lösung habe ich diesmal selbst gefunden: der "Hebel" am Focusring lässt sich in der Position "unendlich" feststellen. 

Einzelne Fotografen haben ihre Erfahrungen mit dem Objektiv veröffentlicht. Dazu gehören Johnny Martyr, der analog fotografiert, Steve Hoff, der mit der Leica M 240 fotografiert und Patrick Ludolph aus Hamburg, der wie ich das Summarit an einer Leica M 10 ausprobiert hat. Meine Testfotos sind am 7. Februar 2020 bei einem Spaziergang am Rhein in Duisburg-Hochfeld entstanden. Die Raw-Dateien (DNG) wurden nicht bearbeitet. Um einen Eindruck von der Scharfzeichnung zu vermitteln, habe ich jeweils einen Ausschnitt aus dem Foto kopiert und eingestellt.

Hier noch einige Fotos, die geringfügig mit Lightroom bearbeitet wurden. Vier Fotos wurden mit Silver Efex pro in schwarz-weiß umgewandelt.


Leica Macro Elmarit-R 2,8/60 mm


Mit dem  Leica R-Adapter M (Bestellnummer 14642) können Leica R-Objektive an die Leica M 10 angebracht werden. Der Messsucher, der das besondere Merkmal der M-Kameras ist, funktioniert damit allerdings nicht. Die Fokussierung erfolgt bei Live View über den elektronischen Sucher oder das Display. Wenn man einen Knopf an der Vorderseite der Kamera gedrückt hält, wird das Sucherbild vergrößert. Weil auch Focus-Peeking möglich ist, lässt sich die Schärfe leicht einstellen.  

Das Objektiv (mit dem 1:1 Adapter) habe ich mir im Juni 2015 bei Meister Camera in Hamburg gekauft. Mit dem Adapter von Leitz lässt es sich problemlos an der M 240 verwenden. Die Abbildungsqualität des Objektivs ist hervorragend.  


Leitz Canada Summicron 2/90 mm


Unser Sohn Stefan wohnt im idyllischen Gräfrath, seit 1929 ein Stadtteil von Solingen. Bei einem kurzen Spaziergang durch den Ort nach dem Nachmittagskaffee entstanden einige Fotos. Zweck der Aufnahmen war, ein geliehenes 2/90 mm Summicron (Canada) an der Leica M 10 zu testen. Das Objektiv wurde in dieser Bauart von 1959-1980 gebaut. Das geliehene Exemplar wurde ca. 1969 bei Leitz in Kanada hergestellt. Ausführliche Informationen hat Ken Rockwell auf seiner Homepage veröffentlicht.  Bei einem Spaziergang in Solingen-Gräfrath habe ich das Objektiv an der Leica M 10 ausprobiert. Als Blende habe ich 5.6 eingestellt, weil dies für die Abbildungsleistung optimal ist. Die Fotos wurden geringfügig in Lightroom CC bearbeitet und in Silver Efex Pro in sw umgewandelt. Gemeinsam mit der Monochrom habe ich mir ein solches Objektiv (Baujahr ca. 1973) gekauft.


LEICA TELE-ELMAR-M 4/135 mm


Dies ist das älteste M-Objektiv, das ich besitze. Ich habe es gebraucht ersteigert. Das Tele-Elmar 4/135 mm wurde von Leitz im Jahr 1965 vorgestellt (vgl. Rogliatti: Leica. Die ersten sechzig Jahre, 2. Aufl. 1990, S. 218). Es hat einen Bildwinkel von 18 Grad. Die kleinste Blende ist 22, die kürzeste Einstellentfernung beträgt 1,5 m.  Die Bildbegrenzung für 135 mm wird im Messsucher der M eingesiegelt. Die Scharfeinstellung ist aus meiner Sicht noch gut möglich.

Mit der Abbildungsleistung des Objektivs bin ich - besonders in Anbetracht des günstigen Preises - sehr zufrieden. Als Bildbeispiele habe ich zunächst Fernaufnahmen ausgesucht, die ich im Juli 2016, gegen 10.15 Uhr,  bei sehr sonnigem Wetter von der Aussichtsplattform des Ernemannturms der VEB Kamerawerke Dresden aus gemacht habe: 

Wegen der Naheinstellungsgrenze von 1,50 m, sind mit dem Tele-Elmar sogar Nahaufnahmen möglich. Die folgenden Fotos wurden im Mai 2016 im Botanischen Garten Hamburg aufgenommen:


Leitz Vario-Elmar-R 3.5/35-70


Das Vario-Objektiv wurde ab 1980 bei Leitz gebaut. Gut erhaltene Objektive dieser Bauart kosten zwischen 300,- und 350.- €.  Mein Exemplar habe ich am 16. März 2017 bei Foto Preim in Aachen gekauft. Der Vorbesitzer ist sorgsam damit umgegangen und es ist neuwertig. Die Abbildungsleistung des Objektivs ist gut. Im Weitwinkelbereich gibt es allerdings eine deutliche tonnenförmige Verzeichnung.

Weil wir am Tag nach dem Kauf ein verlängertes Wochenende in Gengenbach verbracht haben, konnte ich das Objektiv testen. Hier die ersten Fotos, die nur geringfügig in Lightroom bearbeitet wurden.


Leica Vario Elmar-R 3.5-4.5/28-70


Das Objektiv wurde auf der Photokina 1990 vorgestellt und soll von Sigma für Leica produziert worden sein. Mein Exemplar habe ich im Februar 2017 für 140.- €  gekauft.  Mit der Abbildungsqualität bin ich zufrieden.  Die Lichtstärke ist für Landschaftsfotos ausreichend. Die (tonnenförmige) Verzeichnung bei 28mm ist noch tolerabel.

Die Beispielsfotos entstanden im Februar 2017 in Worpswede.